Statuten

Statuten des Ärztevereins Davos

von der Mitgliederversammlung angenommen am 29. November 2001

Bezeichungen
Personen-, Funktions- und Berufsbezeichnungen in diesen Statuten beziehen sich auf beide Geschlechter, soweit sich aus dem Sinn der Statuten nichts anderes ergibt.

I.   Name, Sitz und Zweck

Art. 1, Name und Sitz

Unter dem Namen „Ärzteverein Davos“ besteht seit dem Jahre 1891 ein Verein im Sinne der Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in der Landschaft Davos Gemeinde.

Der Ärzteverein Davos ist ein Regionalverein des Bündner Ärztevereins mit den entsprechenden Pflichten und Rechten.

Art. 2, Zweck

Der Ärzteverein bezweckt          

  • die Wahrung und Förderung der Standesinteressen und die Vertretung derselben gegenüber den Behörden und dem Publikum;
  • die Pflege der Naturwissenschaft;
  • die Fortbildung und Pflege der Freundschaft.

 II.      Mitgliedschaft

Art. 3, Mitglieder

Der Ärzteverein kennt folgende Mitgliederkategorien:

3.1. Ordentliche Mitglieder:

Ordentliche Mitglieder können alle in der Landschaft Davos niedergelassenen Ärzte mit eidgenössischem oder gleichwertigem Arztdiplom werden, welche ihren Beruf in einer eigenen Praxis ausüben oder in leitender Funktion angestellt sind.

3.2. Ausserordentliche Mitglieder:

Ausserordentliche Mitglieder können Angestellte, Oberärzte und Assistenzärzte hiesiger Kliniken und Institute mit eidgenössischem oder gleichwertigem Arztdiplom werden sowie ordentliche und ausserordentliche Mitglieder, welche die Landschaft Davos verlassen und weiterhin in Kontakt mit dem Ärzteverein bleiben wollen.

3.3. Ehrenmitglieder:

Mitglieder, die sich um den Ärzteverein besondere Verdienste erworben haben, können an der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht entbunden. Sie haben die Rechte der ordentlichen Mitglieder, sofern sie vor der Ernennung die ordentliche Mitgliedschaft innehatten.

3.4. Freimitglieder:

Mitglieder, die ihre Berufstätigkeit vollständig aufgeben, können auf besonderes Gesuch hin zu Freimitgliedern ernannt werden.

Freimitglieder sind von der Beitragspflicht entbunden. Sie haben die Rechte der ordentlichen Mitglieder, sofern sie vor der Mutation die ordentliche Mitgliedschaft innehatten.

3.5. Gastmitglieder:

Naturwissenschaftlich ausgebildete Akademiker in leitender Stellung von Institutionen, die in direkter Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft stehen und die Ziele des Ärztevereins unterstützen wollen, können auf besonderes Gesuch hin Gastmitglieder werden.

Für alle Vereinsmitglieder, welche im Raume des Ärztevereins den Arztberuf ausüben, gelten nebst den Statuten des Ärztevereins Davos die Standesordnungen der FMH und des Bündner Ärztevereins, deren Statuten sowie die weiteren Ordnungen, Reglemente sowie Beschlüsse. Insbesondere ist für die Belange des hausärztlichen Notfalldienstes das Reglement des Bündner Ärztevereins anwendbar.

Art. 4, Aufnahme

Das erste Gesuch um Aufnahme als ordentliches, ausserordentliches oder Gastmitglied ist unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Heimatort und Adresse schriftlich beim Präsidenten einzureichen. Es muss ferner Angaben über Art, Universität und Datum des Diploms und den Titel sowie weitere Angaben zum beruflichen Curriculum enthalten.

Das erste Aufnahmegesuch ist unter Ankündigung auf der Traktandenliste der nächsten Mitgliederversammlung vorzulegen. Wird der Antrag eines Mitglieds auf geheime Abstimmung von der Mehrheit der Stimmenden unterstützt, so ist über das Aufnahmegesuch schriftlich zu entscheiden.

Die Abstimmung über die Aufnahme kann nach Ermessen des Vorstandes auch auf dem Zirkulationswege durchgeführt werden. Für die Stimmauszählung in Betracht fallen die Stimmen, die bis zu dem im Zirkular angegebenen Datum der Post übergeben wurden. Die im Zirkular gesetzte Frist darf nicht weniger als 20 Tage betragen.

Für die Aufnahme bedarf es in jedem Fall der Zustimmung von zwei Dritteln der anwesenden Stimmenden.

Bei einem Übertritt von einer Mitgliederkategorie in die andere entscheidet der Vorstand auf Gesuch des Mitgliedes.

Die Ernennung von Ehrenmitgliedern bedarf der Einstimmigkeit der anwesenden Stimmenden.

Aufnahmen in die ordentliche oder ausserordentliche Mitgliedschaft sowie der Übertritt von einer Kategorie in die andere sind vom Vorstand ohne Verzug dem Bündner Ärzteverein zu melden.

Art. 5, Ende der Mitgliedschaft (Austritt, Ausschluss)

Der Austritt aus dem Ärzteverein erfolgt durch schriftliche Erklärung, spätestens unter Einhaltung einer Frist von 6 Monaten auf Ende des Geschäftsjahres. Vorbehalten bleiben besondere Fälle wie etwa Wegzug aus der Region, Aufgabe der Praxis etc.; auf Gesuch hin kann diesfalls einem Austritt auch ausserhalb der ordentlichen Fristen entsprochen werden.

Der Ausschluss eines Mitgliedes kann durch die Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden. Der Ausschluss kann ohne Angabe der Gründe (Art. 72 ZGB) erfolgen. Dem auszuschliessenden Mitglied ist in jedem Falle das rechtliche Gehör zu gewähren.

Die Mitgliedschaft erlischt

  • durch Tod
  • wenn trotz Mahnung 2 Jahresbeiträge nicht bezahlt wurden.

Mit der Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen sämtliche Ansprüche an den Ärzteverein.

Art. 6, Jahresbeitrag

Der ordentliche Jahresbeitrag sowie allfällige Extrabeiträge werden durch die Mitgliederversammlung festgesetzt, und zwar gesondert wie folgt:

  • ordentliche Mitglieder: ganzer Mitgliederbeitrag
  • ausserordentliche Mitglieder: halber Mitgliederbeitrag
  • Ehrenmitglieder und Freimitglieder: kein Mitgliederbeitrag
  • Gastmitglieder: halber Mitgliederbeitrag

Für die Festsetzung der Beitragskategorie sind die tatsächlichen Verhältnisse (berufliche Stellung) zu Beginn des Geschäftsjahres massgebend. Bei Änderungen, welche in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres mit Wirkung auf das ganze Jahr eintreten, kann der Vorstand auf Antrag den Mitgliederbeitrag reduzieren. Neueintretenden Mitgliedern wird für das laufende Jahr eine pro rata Rechnung gestellt.

Die Beiträge sind innert 30 Tagen nach Rechnungstellung fällig.

Art. 7, Rechte und Pflichten der Mitglieder

Jedes Mitglied kann an den Veranstaltungen des Ärztevereins teilnehmen.

Die ordentlichen Mitglieder sowie die Ehren- und Freimitglieder haben - nach ehemals ordentlicher Mitgliedschaft - das Stimm- und Wahlrecht.

Mit dem Eintritt und mit der Zugehörigkeit zum Ärzteverein verpflichtet sich jedes einzelne Mitglied, die Statuten, die Standesordnung sowie die weiteren Reglemente und Beschlüsse des Ärztevereins, des Bündner Ärztevereins sowie der FMH gewissenhaft einzuhalten.

Art. 8, Haftung

Für die Verbindlichkeiten des Ärztevereins haftet allein das Vereinsvermögen. Die Mitglieder sind ausser für die vom Ärzteverein beschlossenen Mitgliederbeiträge persönlich nicht haftbar.

III.     Organisation

Art. 9, Organe

Die Amtsdauer für alle Organe beträgt 2 Jahre. Die Wahlen erfolgen in der Regel anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung. Eine Wiederwahl ist jederzeit möglich.

Die Organe des Ärztevereins sind:

  • a) die Mitgliederversammlung
  • b) der Vorstand
  • c) die Rechnungsrevisoren
  • d) die Kommission für hausärztliche Belange

A. Mitgliederversammlung

Art. 10, Einberufung

Der Ärzteverein hält jährlich eine Mitgliederversammlung ab.

Die Einladungen sind mindestens 14 Tage vorher zusammen mit der Traktandenliste den Mitgliedern zuzustellen.

Ausserordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit einberufen werden:

  • a) durch den Vorstand,
  • b) wenn ein Fünftel aller Mitglieder des Ärztevereins diese schriftlich unter Angabe des Traktandums verlangt.

Traktandenliste und Einberufung der Mitgliederversammlung sind Sache des Vorstandes.

Die Mitgliederversammlung kann nur über Geschäfte beschliessen, die auf der Traktandenliste aufgeführt sind.

Art. 11, Durchführung

In der Mitgliederversammlung führt in der Regel der Präsident, im Verhinderungsfall der Aktuar den Vorsitz. Er ernennt die Stimmenzähler.

Über die Verhandlung und Beschlüsse wird ein Protokoll geführt, das allen Mitgliedern zugestellt wird.

In der Regel finden die Abstimmungen und Wahlen offen statt. Per Scrutinium sind Abstimmungen durchzuführen, wenn dies von der Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder verlangt wird.

Bei Abstimmungen entscheidet die Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit ist die Vorlage abgelehnt. Vorbehalten bleiben Beschlüsse, bei welchen die Statuten qualifizierte Mehrheit verlangen.

Die Wahlen erfolgen nach dem Grundsatz des absoluten Mehrs. Wird im ersten Wahlgang das absolute Mehr von keinem Kandidaten oder von weniger Kandidaten erreicht, als zu wählen sind, findet ein zweiter, freier Wahlgang statt. In diesem entscheidet das relative Mehr. Stehen die Stimmen ein, bestimmt der Präsident den Gewählten durch Ziehung des Loses.

Art. 12, Befugnis

In die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung fallen:

  1. Wahl des Präsidenten sowie der anderen Mitglieder des Vorstandes;
  2. Wahl der Rechnungsrevisoren und Stellvertreter;
  3. Genehmigung der Jahresberichte;
  4. Genehmigung des Budgets und Festsetzung des Jahresbeitrages, eventuell Erhebung erforderlicher Extrabeiträge;
  5. Aufnahme von Mitgliedern, Ernennung zu Ehrenmitgliedern;
  6. Ausschluss von Mitgliedern;
  7. Erlass und Änderung der Statuten;
  8. Beschlussfassung in vom Vorstand vorgelegten Angelegenheit.

B. Vorstand

Art. 13, Zusammensetzung

Der Vorstand des Ärztevereins besteht aus dem Präsidenten, dem Kassier und dem Aktuar.

Art. 14, Aufgaben

Der Vorstand besorgt alle Vereinsangelegenheiten, soweit sie gemäss Gesetz oder Statuten nicht einem anderen Organ obliegen, insbesondere ist er befugt:

  1. den Ärzteverein gegenüber Behörden und Dritten zu vertreten;
  2. die an der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse zu vollziehen und für die gehörige Bekanntgabe wichtiger Beschlüsse zu sorgen;
  3. die Traktanden für die Mitgliederversammlung festzulegen und vorzubereiten;
  4. im Bedarfsfall Kommissionen zur Bearbeitung besonderer Geschäfte zu ernennen;
  5. alles vorzukehren, was im Interesse des Ärztevereins liegt;
  6. jährliche Ausgaben bis Fr. 2'000.-- ausserhalb des Budgets zu tätigen.

Art. 15, Reglement des Vorstandes

Der Vorstand konstituiert sich selbst. Er kann ein Geschäftsreglement erlassen, welches die Aufgabenteilung und die Geschäftserledigung in den Grundzügen regelt.

Art. 16, Präsident

Der Präsident führt den Verein und vertritt diesen nach aussen. Er leitet die Mitgliederversammlung sowie die Sitzungen des Vorstandes. Er kann diese Befugnisse ganz oder teilweise dem Kassier oder dem Aktuar übertragen.

Der Präsident ist ex officio Delegierter im Bündner Ärzteverein.

Der Präsident führt zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied die rechtsverbindliche Unterschrift.

Art. 17, Aktuar

Der Aktuar ist die Geschäfts-, Dokumentations- und Informationsstelle des Ärztevereins und erledigt die Sekretariatsarbeiten.

Art. 18, Kassier

Der Kassier verwaltet das Vermögen und besorgt die Rechnungsführung.

Er erstattet der Mitgliederversammlung Bericht über seine Tätigkeit und legt das Budget vor.

Die Aufgaben des Kassiers können vom Vorstand ganz oder teilweise delegiert werden.

C. Rechnungsrevisoren (Revisionsstelle)

Art. 19, Rechnungsrevisoren

Die Rechnungsrevisoren haben die Kassen- und Rechnungsführung und den Jahresabschluss zu prüfen und in der Mitgliederversammlung darüber Bericht zu erstatten.

D. Kommission für hausärztliche Belange

Art.20, Zusammensetzung, Aufgaben

Die Kommission für hausärztliche Belange setzt sich aus den frei praktizierenden Mitgliedern zusammen, wobei mindestens 1 Vorstandsmitglied dabei sein muss. Weitere Mitglieder, beispielsweise Spital- und Klinikvertreter, können bei Bedarf eingeladen werden.

Die Kommission hält regelmässig Versammlungen ab und diskutiert über Belange, die ausschliesslich die Tätigkeit in der Arztpraxis betreffen, so die Regelung des Notfalldienstes, und stellt dem Vorstand Antrag zur definitiven Beschlussfassung.

Die Kommission deckt zugleich die Aufgaben des Qualitätszirkels ab.

Die Kommission konstituiert sich selbst.

IV.     Weitere Bestimmungen

Art. 21, Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. November und endet am 31. Oktober des folgenden Jahres.

Art. 22, Statutenrevision

Die Änderung dieser Statuten kann in einer Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden, wobei mindestens die Hälfte sämtlicher stimmberechtigter Mitgliedern anwesend sein muss.

Über die Mitgliedschaft bei Organisationen und Vereinigungen kann mit einfachem Mehr befunden werden.

Art. 23, Vereinsauflösung

Ein Antrag auf Auflösung des Ärztevereins kann erst nach einer 2. Lesung in einer 2. Mitgliederversammlung zur Abstimmung gebracht werden. Zur Annahme ist die Zustimmung der Zweidrittelmehrheit sämtlicher stimmberechtigter Mitglieder erforderlich.

Die Liquidation wird vom Vorstand durch einen speziell gebildeten Ausschuss nach den gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt.

Das sich aus der Liquidation ergebende Reinvermögen ist nach Beendigung der Liquidation möglichst sicher anzulegen und wenn möglich der Geschäftsstelle der Verbindung der Schweizer Ärzte (FMH) treuhänderisch zur Verwaltung übergeben.

Sofern nach Ablauf einer Frist von 10 Jahren seit Beendigung der Liquidation kein neuer Ärzteverein gegründet wird, fällt dessen Vermögen der Hilfskasse des Bündner Ärztevereines zu.

Vorstehende Statuten sind an der Mitgliederversammlung vom 29.11.2001 in Davos angenommen worden und treten sofort in Kraft. Frühere Revisionen erfolgten 1926 und 1971.

Davos, den 29. November 2001                                             

Ärzteverein Davos

Die Präsidentin:                                            Der Aktuar:

                                                                                                             

Dr. med. Doris Knüsli                                     Dr. med. Josias Mattli

© Ärzteverein Davos 2017